Die Grundkommandos - Das kleine ABC

 
 

Der Abruf

Wann sollte man anfangen, den Abruf zu trainieren?

 

Man beginnt mit diesem Kommando schon im Welper Alter , denn jetzt macht der Welpe das sowieso mit Begeisterung! Einmal rufen, ein paar Schritte laufen und schon kommt der Welpe hinterhergelaufen und kassiert seine Belohnung.

 

Wieso schon im Welpen Alter?

 

Gerade in den ersten Wochen ist der Welpe noch so unsicher, dass er von sich aus der Nähe der Menschen sucht und sich bei dir am sichersten fühlt. Deshalb gilt, gleich von Anfang an freilaufen lassen wenn es die Situation ermöglicht (natürlich nur in einer sicheren Umgebung) und ihn hin und wieder rufen, damit das auch draußen geübt wird. Es ist einfacher den Rückruf schon früh richtig zu festigen, als erst später mit einem schon bewegungslustigen Junghund zu trainieren.

 

Diese häufigen Fehlerquellen stiften Verwirrung bei deinem Hund

 

Eine Falsche Körperhaltung sorgt für Verwirrung bei deinem Hund. Einer der häufigsten Fehler die der Mensch macht ist es , sich während man den Abruf benutzt nach vorne zu lehnen. Diese Art der Körperhaltung bedeutet in der Hundesprache - bleib bloss weg von mir . Das gleiche Verhalten wird dein Hund Zeigen wenn du das Kommando immer lauter und schärfer benutzt, sobald dein Hund nicht kommt. Der Hund verhält sich dementsprechend richtig indem er den Abstand zu dir sucht. Achte deshalb darauf, immer in einer geraden Körperhaltung das Kommando zu geben und es ruhig aber deutlich zu betonen.

 

Ein weiterer häufiger Fehler ist das abnutzen eines Kommandos. Dies geschieht, wenn du ein Kommando zu oft erfolglos benutzt. ( das Kommando verliert an Bedeutung ) Achte deshalb darauf, dass du ihm Training deinen Hund maximal 3 mal abrufst , bei Misserfolg zu ihm gehst und ihn abholst indem du ihn einfach kommentarlos an die Leine nimmst.

 

Hier gibt es Leckereien fürs Training

 
 

Es ist nie zu Spät den Rückruf mit deinem Hund zu trainieren. Und schon gar nicht zu früh! Wenn man den Hund ruft, sollte er auch kommen. Der Rückruf zählt zu den Grundkommandos und sollte bei jedem Hund zu 100% sitzen. Damit das klappt sollte man von Tag 1 beginnen. Wie du mit deinem Welpen Rückruf üben kannst, erklären wir dir hier. Unser Methoden basieren auf den neusten Erkenntnissen der Tierpsychologie und Verhaltenswissenschaften und sind wie immer GEWALTFREI. Das Video soll dir einen guten Einblick in die Methoden bieten, weist aber keine genauen Details auf, somit gibt es immer noch Fehlerquellen, die wir in einem Video auf YouTube leider nicht ausmerzen können.

 
 

Kommando Sitz

 

Sitz ist der idiale Befehl, um den Hund für eine gewisse Zeit an einem bestimmten Ort zur Ruhe kommen zu lassen.

 

 

Mache deinem Hund im ersten Schritt aufmerksam, indem du ihn an einem Leckerli schnüffeln lässt. Wenn du das Leckerli während der Übung so hältst, das du den Zeigefinger erhebst und mit den restlichen Finger das Leckerli umschließt wird der Hund dieses Handzeichen zusätzlich als Sichtzeichen lernen.

 

Halte das Leckli möglichst nah an der Hundenase und führe sie sobald der Hund Interesse zeigt nach oben über den Kopf und schiebe sie senkrecht zum Hundekörper nach hinten.

 

Warte geduldig bis sich der Hund setzt, er wird es tun da es die bequemste Haltung ist das Leckerli mit Nase und Augen zu verfolgen.

 

Kurz bevor der Hintern des Hundes den Boden berührt, sage einmal das Kommando Sitz. Gebe ihm das Leckerli zur Belohnung erst, wenn er richtig sitzt.

 

 

 
 

Kommando Platz

Um den Welpen das Kommando Platz zu vermitteln, geht man im Prinzip genauso vor wie bei der Sitz Übung. Auch hier ist es praktisch, dem Welpen im Übungsaufbau an ein Sichtzeichen zu gewöhnen.

 

Lasse deinen Hund an einem Leckerli schnuppern. Lege es dann auf den Boden sodass er es sieht und decke es mit der flachen Hand ab.

 

Warte geduldig, bis sich der Hund hinlegt. Es kommt vor, dass der Welpe bellt oder versucht deine Hand mit der Pfote wegzuschieben. Andere probieren es mit der Nase oder schauen Dick erwartungsvoll an. Bleibe stur was deine Hand betrifft. Wenn der Welpe die Lust verliert, lasse ihn nochmal an dem Leckerli schnüffeln.

 

Wenn er sich schließlich hinlegt, gibt es genau zu diesem Zeitpunkt einmal das Kommando Platz. Nimm deine Hand weg damit er das Leckerli als Belohnung fressen kann.

 

 

 

 

Eine falsche Körperhaltung im Training stiftet Verwirrung bei deinem Hund

 

Achte im Umgang mit deinem Hund immer auf deine Körperhaltung. Über den Hund beugen ist eine dominante einschüchternde Geste, die sich leicht vermeiden lässt.

 

Gehe im Training bei den Kmmandos Sitz und PLatz in die Hocke und beginne aus dieser Haltung heraus die Übung.

 

 

 
 

Deinem Welpen seinen Namen beibringen

Natürlich kann der Welpe mit seinem Namen erstmal nichts anfangen. Du musst ihm seinen Namen erst beibringen damit er darauf reagiert.

 

Ziel ist es also, dass er in Zukunft mit seinem Namen verknüpft das er gemeint ist und eine Erwartungshaltung einnimmt.

 

Benutze den Namen deines Welpen möglichst oft am Tag, idealerweise in Momenten, die der Welpe mit etwas positivem verknüpfen kann. Gute Momente sind zum Beispiel vor dem Fressen, vor dem Spiel oder auch wenn du mit ihm kuschelst.  Du kannst den Namen auch ganz einfach trainieren, indem du deinem Welpen immer wenn du seinen Namen sagst und er darauf reagiert ein Leckerli gibst.

 

Der Name soll für deinen Hund eine rein positive Bedeutung haben, denn er soll später fröhlich und motiviert auf seinen Namen reagieren.

 

 

 
 

Kommando Bleib

Bleib ist ein Kommando, welches für deinen Hund erstmal nicht besonders attraktiv ist. Wenn der Hund dieses Kommando über positive Verstärkung verknüpft, wird er es in Zukunft aber gerne ausführen.

 

Bringe deinen Hund in Position Sitz oder Platz. Gehe einen halben Meter weg und sofort wieder zurück, um den Hund zu belohnen. Vergrößere den Abstand in kleinen Schritten.

 

Als Sichtzeichen eignet sich für dieses Kommando eine offene angewinkelte Handfläche.

 

Korrektur: Sobald dein Hund aufsteht, sich in deine Richtung bewegt, gehe mit ausgestreckter Hand einen Schritt auf deinen Hund zu . Eine aufrechte Haltung ( Kopf Hoch – Brust raus) vermittelt deinem Hund schlagartig das dieses Verhalten nicht erwünscht ist. Wichtig dafür ist ein schnelles Timing, damit dein Hund versteht, was du von ihm möchtest.

 

 

 

Du willst mit deinem Hund an der Leine trainieren?

Leinenführung und Mehr

 
 

Die Entfernung steigern

 

Wenn dein Hund den ersten Schritt zuverlässig ausführt, beginne die Entfernung langsam zu vergrößern.

 

Ziel bei diesem Kommando ist es , dass dein Hund auf Ort und Stelle ruhig sitzen oder liegen bleibt, solange bis du ihn abholst oder zu dir rufst.

 
 

Das Abbruchsignal

Wozu brauchst du dieses Kommando?

Aus unserer Sicht ist das Abbruchsignal eines der wichtigsten Signale für dich und deinen Hund. In der Erziehung sollte das ein wesentlicher Bestandteil sein. Dieses Signal hat den Nutzen unerwünschtes Verhalten deines Hundes zu unterbrechen bzw. zu beenden.

Das klassische Beispiel ist, wenn dein Hund etwas ins Maul nimmt obwohl es für dich in diesem Moment nicht gewünscht ist. Darüber hinaus kannst du auch jede Handlung, wie ein Anfixieren eines anderen Hundes, das Ablassen eines Spielzeuges oder Futter beenden.

 

Unklarheiten beseitigen

Du benötigst dafür genau EIN Signal und dieses gilt für jede abzubrechende Handlung.Wähle dir ein Signal aus, dass nicht gängig in deinem alltäglichen Wortschatz vorkommt. Ein Nein eigenet sich deshalb nicht besonders gut. Ein ´´Lass es´´ dagegen benutzt man selbst selten im Alltag. So bringst du deinen Hund nicht in eine unklare Situation und das Kommando verliert nicht an Bedeutung.  

Über ein klares Abbruch Signal kannst du mit deinem Hund eindeutiger kommunizieren. Du zeigst ihm dadurch deutlich auf, was gewünscht ist und was nicht. Hunde denken zum Beispiel nicht darüber, nach ob das, was sie da gerade vom Boden auflesen gefährlich für sie sein könnte.