Coronavirus und unsere Hunde - Worauf muss ich als Haustierbesitzer achten?

 
 
Corona Hund

Die Fakten zu COVID-19 und Hunden

Hunde können sich nach jetzigem Stand deutscher Wissenschaftler und Mediziner nicht infizieren.

Es gibt bisher nur eine Meldung eines "infizierten" Hundes, welche aus China stammt, bei dem COVID-19 Errerger des Herrchens auf der Schnauze des Hundes gefunden seien.

Hunde dienen laut aktuellen Aussagen auch nicht als Vektor also Überträger.

 

Bei verhängter Quarantäne dürfen Hunde die Wohnung oder das Haus verlassen. Der Hundebesitzer nicht.

 

Die Veterinär-Ämter empfehlen umgehend eine Ersatzbetreuung in der Familie, Nachbarschaft oder im Freundeskreis zu organisieren.

Eine weitere Empfehlung ist, sich nicht vom Hund ablecken zu lassen, da man so weitere Unsicherheiten ausmerzen kann.

 
 

Was mache ich, wenn ich nicht mehr raus darf?

Auch wenn man sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mit dem Thema SARS-CoV-2 beschäftigen möchte, ist es doch allgegenwärtig.
Eine Frage mit der sich jeder Hundebesitzer und jede Hundebesitzerin beschäftigen sollte ist das, was sie mit dem Hund machen, wenn eine häusliche Quarantäne verhängt wurde.

Unsere Hunde müssen mehrmals täglich raus um sich zu bewegen und noch wichtiger um sich zu lösen.
Tritt die Quarantäne ein, muss man sich eine Alternative suchen.

 
 

Hund an Corona erkrankt!

Die Meldungen überschlugen sich, als angeblich ein erster Hund positiv getestet wurde. Er sei an SARS CoV-2 erkrankt.
Das ist so nicht richtig!
Bei diesem Hund handelt es sich um den Hund eines chinesichen an COVID-19 erkrankten Hundebesitzer, bei dem Abstriche durchgeführt wurden.
Bei einer Rachenprobe und einer Probe an der Schnauze seien die Erreger des Virus in kleinsten Mengen zu finden gewesen sein.

Hierbei wurde allerdings nicht getestet, ob es sich um die Erreger des Herrchens handelt. Denn an Rachen und Schnauze Erreger zu finden, ist in so einem Fall alles andere als Unwahrscheinlich.
Ein vollständiger Test wurde an diesem Hund nicht durchgeführt.
Die Erkrankung blieb aus. Es wurde keinerlei Symptomatik festgestellt.
Trotzdem sollte man grundsätzlich stets vorsichtig sein.

 

Was die Quarantäne für mich und meinen Hund bedeutet

Wichtig ist hier zu wissen, dass eine Quarantäne auch gegen den Willen des Erkrankten erfolgen kann. Man kann sich nicht dagegen wehren, man kann keine Berufung einlegen und hat auch sonst keine Möglichkeit des Widerspruchs. Die Ämter können das Urteil auch gerichtlich vollziehen und auch zu polizeilichen Maßnahmen greifen. Eine Widersetzung kann mit hohen Geldstrafen und sogar Freiheitsstrafen geahndet werden.
Das Wohlergehen der Allgemeinheit wird hier klar über das Wohlergehen eines Einzelnen gestellt.
Während der Quarantäne ist ein Verlassen der eigenen vier Wände strikt untersagt. Auch Gassi gehen, egal ob tagsüber oder nachts ist nicht möglich.

Wie lange eine verhängte Quarantäne andauert hängt individuell vom Fall.
Da die Entscheidungen von den Gesundheitsämtern der jeweiligen Bundesämter noch sehr unterschiedlich sind, lässt sich hierzu auch noch keine weitere generelle Information zusammenfassen.

 

 
 

Was sind die Alternativen?

Wir Menschen dürfen nicht raus. Der Hund allerdings schon. Denn zum jetzigen Zeitpunkt gibt es laut Medizinern und der WHO keine Anhaltspunkte, die nahelegen, dass unsere Hunde gefährdet sind oder als Überträger dienen könnten.
Sollte man das Glück haben, einen Garten sein eigen nennen zu dürfen, so darf dieser für den Hund als Auslauffläche genutzt werden. Herrchen und Frauchen müssen aber leider drinnen bleiben.

Sollte man in einem Mehrparteienhaus wohnen, in dem sich ein Garten oder eine Grünfläche befindet, so dürfen diese nicht als Auslauffläche genutzt werden.
Viele überlegen sich ein Katzenklo anzuschaffen, ein Stück Wiese auf den Balkon zu legen, nachts heimlich Gassi zu gehen oder den Hund einfach in's Haus machen zu lassen.
Aber eigentlich stellt nichts davon eine echte Lösung dar.
Die Veterinärämter, Hundetrainer und auch wir empfehlen sich frühzeitig um eine Alternative Betreuung zu kümmern.
Im Idealfall hat man Familienangehörige oder jemanden im Freundeskreis, der sich in der Zeit der verhängten Quarantäne um unsere Vierbeiner kümmern kann. Auch kann man sich in der Nachbarschaft erkundigen, ob man auf Hilfe vertrauen kann.
Viele Fachleute sagen sogar, die Organisation einer Ersatzbetreuung sei keine Empfehlung sondern ein "Muss".

 
 

Vorbereitung ist das A und O

Auch hier sollte man, unserer Meinung nach, die Ruhe bewahren und bedacht agieren. Denn eine solche Vorbereitung ist immer sinnvoll und erspart Herrchen und Frauchen schlaflose Nächte, sollten sie in die prekäre Situation kommen und dabei Hilfe brauchen.

 


Stand: 11.03.2020